Grundgedanke
Die Größe von Bildern bestimmt ihre Nutzung. Grundlage für diese Aufgabe ist die Überzeugung, dass Funktion, Inhalt und Machart von Bildern sich in der Größe der Bilder niederschlagen. Der "oberflächliche" Blick auf die Größe der Bilder ermöglicht es, die Bilder als Medien und Werkzeuge zu sehen. Wir fallen weniger leicht auf den Inhalt der Bilder herein, der uns gerne Bedeutung der Bilder als Bilder für die Konstruktion unserer Wirklichkeit verdeckt.Aufgabe
Im Rahmen dieser Aufgabe sollen Sie Bilder hinsichtlich ihrer Größe untersuchen. Da es sehr viele Bilder gibt, wird die Anzahl der zu untersuchenden Bilder begrenzt.
Dies kann auf vielerlei Weise
geschehen:
Bilder in einem bestimmten Gebäude:
Wohnhaus, Krankenhaus, Schule, Zimmer, Wohnungen, Flugplätze, Kaufhäuser ...
Religion, Zeitung, Dekoration, Kunst, Werbung, Verkehr
mediale Funktionen von Bildern:
Gedächtnisstütze, Beweis, Repräsentation, Orientierung, Erinnerung, Erkenntnisgewinn, Lernen, Kommunikation...
Entscheiden Sie sich für einen Untersuchungsbereich; erfassen Sie die Bilder nach Größen und nach weiteren Kategorien - welche Kategorien erscheinen Ihnen sinnvoll? (Vorschläge für Kategorien). Tragen Sie die Werte in eine Tabelle ein.
Ordnen Sie Ihre Tabelle nach der Bildgröße und versuchen Sie, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Bildern ähnlicher Größen zu beschreiben.
Fragen:
Erklären Sie aus der Größe, warum die "klassischen" Benettonplakate provozieren.
Erklären Sie, warum sich das Betrachten von Briefmarkensammlungen zum Anbandeln eignet und das von Altarbildern nicht?
Tipps
Kategorien:
Ort (wo das Bild ist) Bildgegenstand, Genre, Funktion, Technik, Art der Inszenierung,Bildgröße in der Kunst
Erfassen Sie – möglichst in arbeitsteiliger Gemeinschaftsarbeit – die Bilder, die in Ihrem Kunstgeschichtebuch abgebildet sind, hinsichtlich unterschiedlicher Kategorien:Größe, Motiv, Genre, Technik, Entstehungsjahr/Epoche, ursprünglicher Ausstellungsort, Funktion, Auftraggeber … Ordnen Sie die Tabelle nach Größe. Beschreiben Sie welche Gesetzmäßigkeiten sich erkennen lassen, versuchen Sie zu erklären, womit diese zusammenhängen. Scannen Sie die Bilder und präsentieren Sie diese maßstabsgetreu zusammen mit den Ergebnissen Ihrer Untersuchungen.
Franz Billmayer, 13.7.2007
zuletzt geändert, 21.9.2010


