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Einladungen 2eine klassische Aufgabe, nicht nur für die Druckgrafik |
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| für jüngere | grundsätzlich | Die Aufgabenstellung, die hier vorgestellt wird, eignet sich eher für ältere Schülerinnen und Schüler (10 - 12. Jahrgangsstufe). Sie folgt der Methode: ERST DENKEN, DANN HANDELN. Jüngere Schülerinnen und Schüler arbeiten möglicherweise besser nach der Devise ERST MACHEN, DANN DENKEN: |
| Anlässe | Geburtstagsfeier, Ausstellungseröffnung, Theateraufführung, Abschlussfest, Tag der offenen Tür, Party, Hochzeit, Taufe, Ausflug, Kinobesuch, Lesung, Elternabend, Flohmarkt, Tanzaufführung, Hauseinweihung, Trauerfeier, Nikolausfeier, Schuldisko, Stammtisch, Sportveranstaltung .... | |
| Vorüberlegungen | Entscheiden Sie sich für einen Anlass, zu dem Sie einladen wollen. - Sie können den Anlass auch durch Los bestimmen. Notieren Sie, was Sie hinsichtlich der Einladung bedenken müssen. Hier einige Beispiele: Wieviele sollen eingeladen werden? Wer ist das Zielpublikum? Wie sollen die Einladungen verteilt werden? Was ist dem Ereignis angemessen (Farbe, Material, Schriftart, Motiv, Blattaufteilung, Faltung ...? |
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| Bedeutungen Vergleichen Sie dazu die unterschiedlichen Zeichenarten nach R. Keller
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Bei der Gestaltung von Einladungen können und müssen in verschiedenen Bereichen Entscheidungen getroffen werden.
Grundsätzlich können alle Entscheidungen von den
EmpfängerInnen als Botschaften interpretiert werden. Je nach
Anlass und Art der Einladung herrschen mehr oder weniger verbindliche
Regeln, die mehr oder weniger genau eingehalten oderverletzt werden können. Es lassen sich in aller Regel unterschiedliche Bereiche oder Kategorien unterscheiden, in denen Entscheidungen getroffen werden (können/müssen): Material, Schriftart, Motiv, "Stil", Herstellungstechnik usw. Diese Bereiche sind unterschiedlich stark mit allgemeingültigen Interpretationsregeln (Bedeutungen) besetzt. Es macht einen Unterschied, ob Sie die Einladung jeweils per Hand machen oder ob Sie eine Drucktechnik wählen - und es macht einen Unterschied, ob Sie die Einladung fotokopieren oder als Linolschnitt ausführen. Darüber hinaus beurteilen wir die gewählten Mittel insgesamt daraufhin, ob Sie im Zuammenwirken dem Anlass angemessen sind. Es gibt Anlässe - etwa Trauerfeiern - die nur eine sehr geringe Varianz zulassen, und solche, die wesentlich mehr zulassen und dann meist auch erfordern. Überlegen Sie im Hinblick auf Ihre Einladung in den verschiedenen Bereichen unterschiedliche Möglichkeiten - in jeden Bereich wenigstens drei - eine vierte sollte eine Möglichkeit beschreiben, die für den Anlass oder das Zielpublikum möglichst ungeeignet ist.:
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| Aufmerksamkeit | In den wenigsten Fällen
reicht es, angemessene Kommunikationsformen zu finden und zu verwenden.
Im Zeitalter der so genannten Ökonomie der Aufmerksamkeit gilt es
zunächst, eben die Aufmerksamkeit des Publikums zu erreichen. Das
bedeutet zweierlei, erstens soll die Nachricht überhaupt
wahrgenommen werden und dann soll sie zweitens bei den AdressatInnen im
Gedächtnis bleiben - also eine Aufmerksamkeit über einen
längeren Zeitpunkt auslösen Die gelingt in aller Regel dann, wenn Erwartungen enttäuscht und Regeln verletzt werden. Sie können sich dazu eine Tabelle machen, in die Sie eintragen, wie "normalerweise" Einladungen zu dem von Ihnen gewählten Anlässen ausschauen, und dann überlegen welche der Eingeschaften verändert werden können. Die Einladung soll Aufmerksamkeit erregen aber nicht (völlig) den Anspruch der Angemessenheit verletzen. |
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| bedenkenswert | Soll die Information schnell erschlossen werden können? Wie können Sie die AdressatInnen dazu bringen, selbst aktiv zu werden? Wie können Sie die AdressatInnen dazu bringen, sich mit der Einladung intensiver zu befassen? |
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| Entscheidungen | Entscheiden Sie sich für jeweils eine Möglichkeit und führen Sie diese aus. Diskutieren Sie Ihre Lösungen mit Ihren KlassenkollegInnen. | |
| Nachdenken 1 | Woher wissen Sie, welche gestalterischen Lösungen für den jeweiligen Anlass angemessen sind? Wie gehen Sie vor, wenn Sie gestalterische Entscheidungen treffen? Welche Kriterien verwenden Sie, wenn Sie Ihre Arbeiten begründen und verteidigen? Welche Kriterien verwenden Sie, wenn Sie die Arbeiten Ihrer KollegInnen beurteilen und kritisieren? Welche medialen Alternativen gibt es zu Ihren Einladungen? |
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| Nachdenken 2 | Nehmen Sie
Ihre Einladung und variieren Sie tatsächlich oder in Gedanken
einen Aspekt möglichst vielfältig. Diskutieren Sie die
"Bedeutung" der unterschiedlichen Möglichkeiten im Hinblick auf
den Anlass. Begründen Sie jeweils, woraus sich die Bedeutung
ergibt: Beispiele: Warum wirkt eine fotokopierte Einladung zu einer Geburtstagsfeier weniger überzeugend als eine handgeschriebene? ABER: Warum wirkt eine handgeschriebene Einladung zu einer Sitzung als unseriös? Warum werden Einladungen zu LehrerInnenkonferenzen nicht auf Büttenpapier gedruckt? Warum werden Einladungen zu Hochzeitsfeiern in der Regel gefaltet? |
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| Franz Billmayer, 9.2.2008 | ||