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Werbung und GeschlechtMenschen als Argumente
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![]() Vom Titelbild des Buches: |
Viele Werbebotschaften werden
mit Hilfe von Menschen formuliert; das gilt für Anzeigen- und
Plakatwerbung ebenso wie für Werbespots. Mit anderen Menschen
können wir uns identifizieren, Mitleid empfinden und wir
können Sie begehren. Sortieren Sie aus Ihrer Sammlung mit Werbung diejenigen aus, auf denen keine Menschen dargestellt sind. Wie ist in Ihrer Sammlung das Verhältnis von Werbung mit und zu solcher ohne dargestellte Menschen? Sotieren Sie die Bilder in zwei Gruppen: eine Gruppe mit Werbung, auf denen lediglich eine Person dargestellt ist und solche, auf denen Personengruppen abgebildet sind. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich bei den Werbungen der einzelnen Gruppen fest stellen? Für welche Produkte und Produktgruppen wird mit Frauen, für welche mit Männern, für welche mit Kindern und für welche mit Tieren geworben? |
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Stereotype Darstellungen von Frauen und Männern |
Stereotypen sind
Voraussetzungen dafür, dass Bilder in der visuellen Kommunikation
verstanden werden. Ihre Verwendung ist strukturbedingt. Sie sollen
"kulturelle" oder intersubjektive Assoziationen auslösen, dadurch
verfestigen sie diese Klischees. Stereotypen als solche erkennen und
durchschauen zu können, ist eine wichtige Aufgabe des
Bildunterrichts. Vergleichen Sie die Darstellung von Frauen, Männern und Kinder auf den ausgewählten Werbeanzeigen. Welche Kategorien lohnen einen Vergleich? Mit einem Statistikprogramm lassen sich die Daten auswerten und in Diagrammen darstellen. (Fragen Sie die Mathematiklehrerin Ihres Vertrauens.) Tragen Sie Ihre Beobachtungen in eine Tabelle ein. Welche Auffälligkeiten können Sie entdecken? |
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Körperhaltungen nachstellen |
Neben Kleidung und Alter
spielen Gestik und Körperhaltungen eine wichtige Rolle bei der
Vermittlung der Botschaft - in ihnen zeigen sich auch die
Geschlechterstereotypen. Die Körperhaltungen ausgewählter Werbebilder werden möglichst von einer Vertreterin oder einem Vertreter des anderen Geschlechts nachgestellt und fotografiert. Gruppenarbeit: eine ist das Modell, der andere der Regisseur und die dritte die Fotografin, die Rollen und Aufgaben wechseln.. Es werden jeweils mehrere Versuche gemacht und gemeinsam entschieden, welches Foto der Vorlage am nächsten kommt. |
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Kategorien |
Produkt/Dienstleistung, Alter, Blickführung, Haarfarbe, Tätigkeit, Blick aus dem Bild oder nicht? Aktiv - passiv, Betrachterstandpunkt, Facism-Index, Bildausschnitt, Verhältnis zum Produkt, Identifikation oder "Begehren", | |
Facism-Index |
Ist eine Methode zur Untersuchung der Darstellungen von Frauen und Männern: Hierbei wird das Größenerhältnis des abgebildeten Kopfes zum abgebildeten Körperberechnet. Bei einem Brustbild ist der Index etwa 1:1 bei der Abbildung eines ganzen Körpers 1:8 - je mehr Körper desto kleiner der Index. | |
| Eine kleine Untersuchung: In der Zeitschrift DER SPIEGEL 2007/50 vom 10.12.2007 finden sich 72 Werbeanzeigen: 42 verzichten auf die Abbildung von Personen 13 verwenden Bilder von einer oder mehr Frauen 9 verwenden Bilder von einem oder mehr Männern 8 zeigen Menschen beiderlei Geschlechts. In der Zeitschrift für junge Frauen GLAMOUR vom 29.4.2008 finden sich 43 Werbeanzeigen: 13 ohne Personen 26 mit einer oder mehr Frauen 1 mit einem Mann 3 mit Personen beiderlei Geschlechts. |
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Geschlecht |
Produkt |
Alter |
Haarfarbe |
Tätigkeit |
Blickführung |
Facism-Index |
Betrachterstandpunkt |
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