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Votivgaben aus Eisen und Wachs

votivgabe aus eisen, Gefangener

Votivgabe aus Eisen, geschmiedet, Tiroler Landesmuseum
Im religiösen Volksglauben spielt die Wallfahrt und das sich in der Not an einen bestimmten Wallfahrtsort zu verloben eine große Rolle. In Notsituationen versprechen die Menschen, im Falle einer Rettung eine Wallfahrt zu machen und bei diesem Anlass ein Geschenk zu machen, die so genannte Votivgabe. Dies kann eine Geldspende oder eine Kerze sein. Häufig sind allerdings Bilder, die in irgendeinem Zusammenhang mit der Notsituation bestehen: wir sehen am Himmel das Gnadenbild des jeweiligen Wallfahrtsortes, darunter die Notsituation und dann manchmal den Stifter und seine Familie am unteren Bildrand knieend.
Neben den kleinen Bildern werden auch Bildnisse gestiftet, die etwas mit der Notsituation zu tun haben - bei Beinleiden ein Bein, bei Unterleibsbeschwerden eine Kröte, bei Augenleiden ein Auge, meist aus Wachs.
Dieses aus Eisen geschmiedete Bildnis eines Gefangenen ist relativ selten. Der Stifter kam offensichtlich auf Fürbitten eines angeflehten Heiligen aus einem Gefängnis heil heraus.
Votivgaben aus Eisen, Menschen

Votivgaben aus Eisen, geschmiedet, Tiroler Landesmuseum
Warum eignen sich Bilder als Gaben im Rahmen der Wallfahrten?
Welche Rolle spielt die Kommunikation? (Wer teilt hier jemandem was mit welchen Mitteln mit?)
Warum werden die Bilder ausgestellt und nicht weiterverarbeitet?
Bei welchen Gelegenheiten werden heute Bilder als Geschenke verwendet?
Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Schenkanlass und Bildern? (Nennen Sie aktuelle Beispiele)


votivgaben aus Wachs Zwei Wachsvotivgaben aus dem Heimatmuseum Erding.
Ein Fatschenkind wurde gegeben, entweder um eine leichte Geburt zu haben, oder für die Gesundheit des Kindes.
Eine weibliche Brust bei Brustleiden. Es soll möglichst ein Zusammenhang zwischen Bildnis und Krankheit bestehen.
Bei stechendem Schmerz, der nicht direkt abgebildet werden könnte, wurde etwa die Nachbildung eines Messer geopfert.
Votivgaben aus Wachs und getriebenem Silber Ein Fuß aus Wachs.
Ein Bauch aus getriebenem Silberblech.
Ein Augenpaar.
Eine Lunge mit Schlund.
Votivgaben aus Wachs Aus dem Heimatmuseum Erding.

Eine Zunge, ein Gebiss, eine Speiseröhre

Franz Billmayer,  6.11.2006
zuletzt geändert 2.12.2009