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Weihnachts-Kölsch
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bilder verstehen werbung rhetorisch "religion" in der werbung |
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| Wie funktioniert
dieses Bild? Beschreiben Sie die Funktion des Heligenscheins über dem Bierglas. Was will die Brauerei Früh mit dieser Werbung erreichen? Welches Image soll das Bier bekommen? Warum funktioniert diese Werbung wohl vor allem im katholischen Köln? Lesen Sie Text, der untert der Werbung steht, und zeigen Sie, warum es sich um eine Parodie auf die Bildanalyse handelt. Ziehen Sie die anderen Beispiele dabei heran. Analysevorschläge aus K+U |
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[...] Der signalrote Hintergrund bildet zu den hellen Farben des Getränkes und der weißen Schrift einen starken Kontrast. Rot und Gelb/Weiß wirken als Simultankontrast und verleihen den hellen Bildzeichen eine starke Wirkung. Dies gilt auch für das weiße Etikett der Firma „früh", das als Oval auf dem Glas abgedruckt ist. Mit seinen drei Kronen im oberen Teil gleicht dieses Firmenzeichen auffallend dem echten Stadtwappen von Köln. Aber anstelle von elf schwarzen Flammenzungen oder Tränen, die auf den Märtyrertod der heiligen Ursula und ihrer 11 000 Jungfrauen verweisen, ist darunter die Marke des Biers zu erkennen. Der Produktname hat die fromme Legende verdrängt und Tränen gibt es nur noch als perlende Wassertropfen, die die Frische des Biers unterstreichen [...] Christliche Vorstellungen einer Wandlung von Wasser zu Wein werden ebenso herangezogen wie die Wandlung von Wein in Christi Blut. Ein solches heiliges Wasser zu trinken, aber kann keine Sünde sein, sondern kommt einer rituellen Handlung gleich [...]" Interpretation
von Georges Dupont (Mitarbeiter
bei der Kölner Museumsschule und Lehrer an der
Max-Ernst-Gesamtschule, Köln ?) |
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Diese
Parodie der klassischen Bildinterpretation, wie wir sie aus der
Tradition der Kunstpädagogik kennen, ist in Heft 306 von
Kunst+Unterricht erschienen. Die Interpretation geht davon aus, dass
dieses Bild ein tieferes Geheimnis birgt. Dabei ist es im
Werbezusammenhang relativ schnell verstanden. Werbung ist empfängerorientierte
Kommunikation: Der Sender ist dafür verantwortlich,
dass er
verstanden wird. Typisch auch, dass das Bild losgelöst vom
Kontext
analysiert wird. |
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Ordnen Sie
verschiedenen Motive.
Welche Strategien stehen hinter der Auswahl der Bilder und der Texte? Holen Sie weitere Motive dieser Werbekampagne aus dem Netz und vervollständigen Sie die Ordnung: www.frueh.de
die Seite ist ziemlich interaktiv, aber mit etwas Geduld kommt man zu
einer Seite mit den Plakatmotiven.
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Analysevorschläge aus K+U zu obiger Werbung |
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Bier mit NimbusKurz vor Weihnachten 2003 zog im Kölner Raum - vor allem an Straßenkreuzungen - ein Plakat die Aufmerksamkeit auf sich, das in ähnlicher Form immer wieder für die Biermarke „früh" wirbt: ein Glas Kölsch auf rotem Grund und darüber in weißer Schrift die Worte „Eau" und „weih" - eine knappe Bild- und Textinformationen für den schnellen Blick.ANREGUNGEN 1. Untersuche die formale Konstruktion des Bildes: - Konstruktionslinien - Symmetrien - Farbbeziehungen - Typografie Schreibe deine Beobachtungen nieder und fertige eine verdeutlichende Skizze dazu an! 2. Denke über die in der Interpretation von Georges Dupont gegebenen Hinweise auf Bildbedeutungen nach, die auf den ersten Blick wohl kaum zu erkennen sind! - Was tragen diese Beobachtungen und Vermutungen zur Bildbedeutung bei? - Versuche, eine „Mind-Map" zu diesen Bedeutungsschichten anzufertigen! |
- „Eau de Cologne" - „Oh du fröhliche..." - „Weihwasser" - „Oh weh!. Oh je!"... Wie würdest du all diese Bedeutungsaspekte abschließend zusammenfassen, wie ihre „Botschaft" anschaulich darstellen (z. B. in einer Schautafel oder in einer Power-Point-Präsentation)? <> 4. Denke über im Text gegebenen Hinweise zu christlichen Vorstellungen nach und nimm abschließend Stellung zum Problemfeld: - Achtung für den Sinn des Weihnachtsfestes - Alkoholwerbung - „Grenzen des Geschmacks"... 5. Suche weitere
Beispiele aus der Plakat-Werbung zum Thema „Weihnachten".
Untersuche in
deinem Beispiel ebenfalls die formale Konstruktion (s. o.) und fertige
auch
dazu eine Skizze an. |
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| K+U 306, Friedrich
VerlagVelber,
2006 |
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| Was
wenn diese Interpretation von Georges Dupont keine Parodie
ist? |
Franz Billmayer 25.11.2006 zuletzt geändert 19.1.2007 |