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Bildwitze |
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In dem linken Beispiel – week/end - haben wir auf der einen
Ebene die beiden Bilder - Arbeit am Computer und Kotzen nach Alkoholgenuss - auf
der anderen Ebene die beiden Wörter. Die beiden Zeichnungen interpretieren die beiden
Wortbestandteile neu. Diese Neuinterpretation ist der Witz. vor dem Hintergrund dieser Geschichte, werden Das Sitzen am Computer zur Arbeit und die Dosen in der rechten Zeichnung zu Bierdosen. |
| Als Witz bezeichnet man im heutigen Sprachgebrauch einen
kurzen Text (Erzählung, Wortwechsel, Frage mit Antwort oder Ähnliches), der
einen Sachverhalt so mitteilt, dass nach der ersten Darstellung unerwartet eine
ganz andere Auffassung zutage tritt.
So definiert Wikipedia den Witz. Karl Renner stellt in seinem semiotisch ausgerichteten Artikel zum Witz fest, dass in einem Witz zunächst eine bestimmte semantische Spur gelegt wird, die dann in der Pointe gebrochen wird. Wie in diesem Beispiel: Der fünfjährige kommt in die Küche gerannt. „ Mama, Mama, ich weiß jetzt: die kleinen Kinder bringt nicht der Storch, sondern sie werden geboren.“ „…“ "... Und wer da bohrt, da komm ich auch noch drauf." Der Witz ist eine Erzählung, die in der Pointe durch einen Positionswechsel plötzlich eine neue Bedeutung erhält. Diese neue Erkenntnis bringt uns zum Lachen. An diesem Lachen erkennen wir, ob unser Gegenüber einem Witz verstanden hat oder nicht. Beim Bildwitz ist das offensichtlich anders. Da wird uns zunächst die Pointe präsentiert, dazu müssen wir dann den entsprechenden Plot rekonstruieren. Bilder sind gleichzeitig, sie verlaufen nicht in der Zeit. |
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Beschreiben Sie, wie der Woodstock-Witz funktioniert. Warum braucht der Text die Zeichnung? Wie funktioniert der sprachliche Witz? Was, wenn dieser Witz rein sprachlich erzählt würde? Nicht alle verstehen Witze gleich. Witze sind sozial gesehen aus- oder einschließend. Wer wird durch diesen Witz ausgeschlossen? Worin besteht Ihrer Meinung nach das was, einen als dazu gehörig ausweist. Warum eignen sich Witze besonders gut, um zwischen In- und Outsider unterscheiden zu können? |
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links ein Beispiel von Timm Ulrichs: dieser Bildwitz besteht zwar nur aus Buchstaben, ist aber trotzdem keine Erzählung. Zeigen sie, warum es sich dabei um die Kategorie Bildwitz handelt. Welche medialen Eigenschaften spielen eine Rolle? Und der Ausdruck visuelle Poesie richtig ist. |
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Witze ergeben sich
oft auch daraus, dass wir etwas wortwörtlich nehmen und damit die
Bedeutung und den Gebrauch von Zeichen nicht richtig verstehen oder
beherrschen. Wenn eine Pointe darin besteht, eine zunächst
ausgelegte Spur anders zu verstehen, dann verstehen wir auch, dass
Missverständnisse witzig sein können und entsprechendes
Lachen auslösen. bei diesem berühmten Bild von Magritte kann derjenige, der hier die Bildunterschrift: Das ist keine Pfeife. geschrieben hat, offensichtlich nicht mit dem Medium Bild richtig umgehen. Ein Missverständnis. Üblicherweise wird dieses Bild von Magritte allerdings medienkritisch gesehen. Timm Ulrichs selbst noch eines drauf: er liegt eine reale Pfeife in den Kasten, lebt in den Deckel das Abbild einer Pfeife (Magritte) und schreibt darunter: das ist keine Pfeife von Magritte. |
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Beschreiben Sie dieses
Arrangement. Erklären Sie, worin der Witz besteht, welche
Deutungen dem Verstehen des Bildwitzes vorausgehen müssen.![]() Wenn Sie auf das Bild klicken, kommen Sie zum Originalbild, wie es im SPIEGEL nr. 32 vom 6.8.2007 auf Seite 36 zur Illustration eines Artikels zu schlechten Umfragewerten der SPD verwendet wurde. und warum finden wir dieses Bild nicht witzig? |
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| Literatur: Renner, Karl N. Witz. Handbuchartikel in: Klaus Kanzog, Achim. Masser (Hgg.): Reallexikon der Deutschen Literaturgeschichte. 2. Aufl. 4.Bd. Berlin , New York. : de Gruyter Verlag 1984, S. 919 - 930. | ||
| Franz Billmayer 2.10.2007 zuletzt geändert am 20.10.2007 |