|
|
- In
den Augen der Schülerinnen und Schüler ist das Fach
anregend und interessant, aber nicht so wichtig. Relativ viele
Schülerinnen und Schüler haben Freizeitinteressen im
Bereich Bild.
- Mädchen
sind motivierter und erreichen bessere Ergebnisse als die Burschen.
Bild ist das Fach, in dem die Mädchen im Vergleich zu den
Burschen am besten abschneiden.
- Bildanalyse
und eine aktive Bildarbeit mit aktuellen Medienbildern, zu denen
Schülerinnen und Schüler leicht Zugang finden,
können einen Grundstock für das Verständnis
der Bedeutung von Interpretation und kritischer Analyse legen. Hier
lässt sich das Fach öffnen für die Arbeit
und die Diskussion über Fragen der Grundwerte.
- Das
Fach verlangt nach Möglichkeiten der Individualisierung. Die
Untersuchung zeigt, dass die Lehrerinnen und Lehrer selten die Zeit
dafür finden. Die Gruppen sind groß und die Zahl der
Schülerinnen und Schüler, die pro Woche unterrichtet
werden, ist hoch. In dieser Untersuchung wird vorgeschlagen, die
Stunden in der 7. Jahrgangsstufe zu streichen und sie stattdessen in
die 9. zu legen.
- Lehrerinnen
und Lehrer und Schülerinnen und Schüler bestimmen den
Unterricht gegenseitig. Bei der üblichen Arbeitsform ist der
Lehrer/die Lehrerin für das Arbeitsgebiet und das Thema
verantwortlich und die Schülerin/der Schüler
bestimmt, was er oder sie macht. Die Schülerinnen und
Schüler haben Einfluss sowohl auf Inhalt wie
Unterrichtsmethode und sind am Unterrichten beteiligt.
- In
den Gruppen, in denen Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen
und Schüler gemeinsam bestimmen oder in denen die
Schülerinnen und Schüler selbst bestimmen, kommen von
beiden Seiten bessere Einschätzungen hinsichtlich des
Unterrichts als in Gruppen, in denen der Lehrer/die Lehrerin bestimmt.
In Gruppen, in denen die Schülerinnen und Schüler ein
hohes Maß an Einfluss haben, gibt es viele gute Beispiele
dafür, dass die Schülerinnen und Schüler
Verantwortung übernehmen, aber es birgt auch das Risiko einer
Laissez-faire-Pädagogik, wo gewisse Schülerinnen und
Schüler mit der Freiheit besser zurechtkommen als andere.
- Mehr
Burschen als Mädchen arbeiten im Fach Bild mit digitalen
Medien, aber die Möglichkeiten mit diesen in Schule zu
arbeiten ist generell begrenzt. Ein vermehrter Anteil solcher Medien im
Bildunterricht kann ein Weg sein, die Motivation der Burschen zu
steigern. Moderne Medien und digitale Bildbearbeitung sollten einen
größeren Anteil am Bildunterricht einnehmen.
Bildinterpretation und digitale Bildbearbeitung werden zu immer
wichtigeren staatsbürgerlichen Kompetenzen.
- ……
- BildlehrerInnen
wollen Fortbildung in der digitalen Bildbearbeitung. Dezidierte und
vertiefende Lehrerfortbildung in digitaler Bildbearbeitung und Layout
wird vorgeschlagen, so wie Investitionen in an das Ziel angepasste
Hard- und Software.
- Um
komplexere Lernumgebungen im Bildunterricht zu fördern, ist es
wichtig, dass der Zusammenhang zwischen Bildproduktion, Bildanalyse und
Bildrezeption gesteigert wird. Das kann dadurch geschehen, dass in den
Lehrplänen, Arbeitsformen und in der Beurteilung die
kommunikative Seite der Bildproduktion betont wird.
- Ästhetische
Lernprozesse sollten auch in anderen Schulfächern und in
Zusammenarbeit zwischen Bild und dem jeweiligen anderen Fach entwickelt
werden. Der Lehrerumfrage zu Folge geben ca. ein Viertel der
Lehrerinnen und Lehrer an, dass ein Medienlabor zur Verfügung
steht. Ein solches Labor wird oft von mehr Fächern als nur
Bild genutzt. Medienlabors können den Grundstein für
fächerübergreifende Projekte legen und als
Werkstätten für die Wissensproduktion und kreativere
Arbeitsweisen an den Schulen dienen. So lässt sich auch gegen
die Tendenz hin zu einer Dreifächerschule angehen.
- Eine
wichtige Aufgabe des Faches Bild ist die Verantwortung dafür,
dass die Schule ein Ort der Begegnung von Kulturen wird, eine
„Kulturschule für alle“, wo Produktion wie
Rezeption von Kultur einen zentralen Platz im Lernen einnimmt. Deshalb
braucht die Schule sowohl Flächen für die Produktion
wie für die Präsentation. In diesem Zusammenhang sind
die Kontakte der Schule mit der Kommune und Kulturinstitutionen von
großer Wichtigkeit.
|