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Der Mozart-Effektzu einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 11. April 2007die ganze Studie als pdf und zum (kostenlosen) bestellen Exkurs: Kognitive Effekte künstlerischer BetätigungK. |
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| Musik und Intelligenz Mozart ohne
Effekt Aus der musikalische Traum und die Hoffnung vieler Eltern: Eine Meta-Studie kommt zum Schluss, dass das Hören klassischer Musik den Intelligenzquotienten gar nicht, aktives Musizieren nur geringfügig erhöht. Von Martin Kotynek Der sogenannte
"Mozart-Effekt", wonach das Hören klassischer Musik die
intellektuelle Leistungsfähigkeit dauerhaft steigert,
existiert
offenbar doch nicht. Zu diesem Schluss kommen neun Neurobiologen und
Psychologen in einer Untersuchung, die am Dienstag vom
Bundesbildungsministerium veröffentlicht wurde. Die Forscher
hatten
zahlreiche Studien ausgewertet und konnten nicht bestätigen,
dass Musik
hören den Intelligenzquotienten dauerhaft erhöht. ...
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| Die deutsche
Kunstpädagogik hat sich vor Jahren freudig auf
Untersuchugen (Bastian-Studie)
zu den positiven Wirkungen der Musikerziehung auf
allgemeine Intelligenz und Erfolge in der Schule berufen und
ähnliche
Effekte auch für das eigene Fach unterstellt. Mit der mehr oder weniger einfachen Argumentationsfigur
Wer argumentiert, dass das jeweilige Fach positive Auswirkungen genereller Art hat und darauf die Legitimierung aufbaut, gibt generell die Legitimierung des Faches von den Gegenständen her auf. Ein beliebtes Argument ist etwa die Kreativität, die angeblich besonders in den künstlerischen Fächern gefördert wird, oder die ästhetische Rationalität, oder die ästhetische Erfahrung. Auch die momentan beliebten Rückgriffe auf neurobiologische Forschungen operieren ähnlich: Nur weil etwa Bilder für die Repräsentation von Wissen wichtig sind, bedeutet das noch nicht, dass dies durch den Kunstunterricht gefördert wird... Tendenziell wird hier die Legitimation über den Gegenstand durch die Legitimation über ein bestimmte Methode ersetzt. Allerdings sind Methoden nur ganz schwer an ein Schulfach zu binden. Gunter Otto hat dies auch erkannt und gefordert, dass die ästhetische Rationalität eine für alle Schulfächer wichtige Denkmethode darstellen solle. Die Ästhetische Erziehung sollte in alle Fächer hineindiffundieren. Die Orientierung der (deutschen) Kunstpädagogik an der (aktuellen) Kunstbefördert diese Tendenz. Wenn Kunst nicht mehr medial bestimmt wird, sondern alles Kunst sein kann, dann bleibt für eine Kunsterziehung nur noch die Methode der Kunst übrig. Im Kunstunterricht wird dann die Qualität des Alsterwassers untersucht oder über Leben und Tod anhand der Arbeiten von Roman Opalka diskutiert. Der Bildunterricht, so wie ich ihn vertrete, geht von einem Gegenstand - Bildern im weiteren Sinne - aus. Die Bilder sind für die Konstruktion unserer Welt so wichtig, dass sie ein eigenes Schulfach wert sind. |
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Literatur:Lehnerer, T. (1994). Methode der Kunst. Würzburg: Königshausen und Neumann. |
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| Franz Billmayer, 13.4.2007 |