Parodie

Parodie (aus wikipedia) (griechisch παρωδία, verstellt gesungenes Lied) bezeichnet in der Literatur die verzerrende, übertreibende oder verspottende Nachahmung eines bekannten Werkes, wobei zwar die Form beibehalten, aber ein anderer, nicht dazu passender Inhalt unterlegt wird. Durch die dadurch aufgebaute deutliche Abweichung gegenüber dem bekannten Original – zwischen der bekannten Form und dem neuen Inhalt  – entsteht ein humoristischer Effekt.
Parodien benötigen jedoch nicht zwingend ein konkretes Original. Auch ein Genre als ganzes kann parodiert werden, wenn seine Form gut wiedererkennbar ist. Literaturtheoretisch lässt sich die Parodie als eine spezifische Form des intertextuellen Schreibens begreifen.
Es können literarische, theatralische, musikalische oder filmische Werke parodiert werden. Ebenfalls parodiert werden können neue Medien wie Computerspiele.
Die Parodie als solche ist zunächst nur eine bestimmte Technik des Schreibens. Verbindet sich mit der Parodie beispielsweise eine Gesellschaftskritik, so kann sie satirische Züge erhalten. Hier kann die Parodie also im Dienst der Satire stehen.
Der Parodie nahe verwandte Formen sind die Travestie, die Persiflage und das Pastiche.
http://de.wikipedia.org/wiki/Parodie

Persiflage

Eine Persiflage ist eine geistreiche, nachahmende und oft auch kritische Verspottung eines Genres oder einer bestimmten Geisteshaltung allgemein. Verwendung findet der Begriff hauptsächlich in der Kunst (Malerei, Film, Theater), in der Literatur und im Journalismus.

Bildunterricht

Persiflage und Parodie sind wie die Karikatur abhängig von dem, was sie verspotten sollen.
Wenn man etwas parodieren will, muss zunächst der Gegenstand genau beobachtet werden.
Wer eine Persiflage machen will, muss das, was er persiflieren (persilieren) will, genau in seinen charakteristischen kennen. Vygotskij meint, dass für eine Persiflage oder Parodie nicht unbedingt eine Analyse machen muss. Kinder können etwas persiflieren, ohne es analysieren zu können. Durch Persiflage oder Parodie versteht man etwas auf jeden Fall besser. (Strandberg, 2006).
Kinder und Jugendliche machen gerne lustige Bilder, Figuren und Szenen. Deshalb sind Parodie und Persiflage schon lange Teil des „Kunst“unterrichts. Für den Bildunterricht erscheinen sie ebenfalls besonders gut geeignet:

  • Auseinandersetzung mit dem Gegenstand
  • Möglichkeit eines relativ offenen Unterrichts.

Die Persiflage/Parodie beziehen sich auf einen Gegenstand und geben so für die Schülerinnen und Schüler Anhaltspunkte vor; trotzdem sind sie vom Ergebnis her offen und erlauben so eine individuelle Aneignung und bildnerische Lösung. Außerdem kann man verschiedene Formen der visuellen Rhetorik erproben und kennen lernen.

Themen

visuelle Äußerungen: Werbung, Anzeigen, Layout, Kleidung, Architektur, Gesten, Verhalten, Gemälde, Design,
Handlungen/Rituale: der Museumsbesuch, der Videospieler,
Personen: Künstler der Kunstgeschichte

Literatur

Strandberg, L. (2006). Vygotskij i praktiken. Stockholm: Norstedts Akademiska Förlag.

Franz Billmayer, 30.4.2007; überarbeitet 24.2.2026