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In einer Ausstellung im Länsmusem in Härnösand, Schweden |
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1. Visuelle Kommunikation beruht immer auf einem Kode. Sie
erscheint nur deswegen verständlich, weil wir den Kode zumindest implizit schon
kennen – aber ohne zu wissen, was wir wissen, und ohne Begriffe, um über das zu
sprechen, was wir tun, wenn wir ein Bild lesen. Ein Blick auf die
‚stilisierten’ Künste anderer Kulturen sollte uns zeigen, dass der Mythos der
Verständlichkeit tatsächlich genau das ist: ein Mythos. Diese Künste mögen uns
‚dekorative’, ‚exotisch’, ‚geheimnisvoll’ oder ‚schön’ vorkommen, aber wir
können sie nur als Kommunikation, als Formen des ‚Schreibens’ verstehen, wenn
wir Mitglieder dieser Kulturen sind oder werden. 2. Gesellschaften tendieren dazu, nur für die semiotischen Ressourcen explizite Möglichkeiten des Sprechens zu entwickeln, die sie für am wichtigsten halten und welche die wichtigste Rolle bei der Kontrolle des allgemeinen Verständnisses dessen spielen, was sie brauchen, um zu funktionieren. Bis jetzt ist Sprache, vor allem geschriebene Sprache, die am höchsten geschätzte, am meisten analysierte, am ausdrücklichsten gelehrte und am übergenaueste beobachtete Art und Weise in unserer Gesellschaft. Wenn, wie wir gezeigt haben, sich dies nun zu Gunsten von multipleren Mitteln der Repräsentation mit einem starken Hang zum Visuellen ändert, dann muss das Bildungssystem überdenken, was in den Lehrplänen zur Literalität vorkommen muss und was unter dieser Überschrift in Schulen unterrichtet werden muss, und über die neue und sich immer noch ändernde Stellung des Schreibens in diesen neuen Arrangements nachdenken. G. Kress & T.v. Leeuwen: "Reading Images", S.32ff (Archiv) | Noch ein Zitat: "Analysing visual communication is, or should be, an important part of 'critical' disciplines." G. Kress & T.v. Leeuwen: "Reading Images", S.14 |
| Der auf den Seiten von www.bilderlernen.at vertretene bildpädagogische Ansatz fordert nicht, dass 100% des Kunstunterrichts sich danach richten soll. Allerdings möchte ich zeigen, dass es außerhalb der Kunst viele interessante Erscheinungen gibt, die im Unterricht behandelt werden können. |
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